Plastikball vs. Zelluloidball – Was ist besser für Outdoor-Tischtennis?
Seit 2015 sind Zelluloidbälle im Turnierbetrieb verbannt. Für Outdoor-Spieler war das eigentlich eine gute Nachricht – warum, erklären wir hier.
Der Wechsel von Zelluloid zu Kunststoff
Bis 2015 waren Tischtennisbälle aus Zelluloid der Standard. Das Material hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist leicht entflammbar und damit ein Gefahrenstoff im Versand. Die ITTF beschloss den Wechsel zu nahtlosen Kunststoffbällen (Poly-Bällen) – ein Schritt, der den Outdoor-Spielern besonders zugutekam.
Zelluloidball: Stärken und Schwächen
Vorteile
Viele erfahrene Spieler schwärmen vom Zelluloidball: Er bietet mehr Spin, ein direkteres Feedback und eine etwas höhere Sprungcharakteristik. Das liegt an der dünneren, elastischeren Wandung.
Nachteile outdoor
Zelluloid reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und Temperatur. Bei Nässe wird die Oberfläche klebrig, bei Kälte spröde. Auf rauem Asphalt oder Beton splittert die Naht schnell. Für draußen ist Zelluloid deshalb ungeeignet.
Plastikball (Poly): Outdoor-Champion
Robustheit
Kunststoffbälle vertragen Temperaturschwankungen deutlich besser. Von 5°C bis 35°C verhält sich ein guter Poly-Ball relativ konstant. Die dickere Wandung übersteht Kontakt mit rauem Beton ohne sofortige Beschädigung.
Flugeigenschaften draußen
Poly-Bälle sind etwas schwerer als ihre Zelluloid-Vorgänger – was draußen sogar ein Vorteil ist. Sie werden weniger vom Wind abgelenkt und bleiben näher am beabsichtigten Fluggweg.
Spin-Verlust: kein Problem für Freizeitspieler
Profis klagen über weniger Spin beim Poly-Ball. Für Freizeitspieler in der Outdoor-Liga ist das kaum spürbar – und bei Wind ohnehin nachrangig.
Unser Urteil
Für Outdoor-Tischtennis: Poly-Ball, immer. Die Robustheit, Wetterbeständigkeit und Windstabilität machen ihn zur einzig sinnvollen Wahl draußen. Zelluloidbälle gehören in die Halle.
Über das Team
TT-Liga Berlin — Carlo, Erik, Niko, Anton & Chris
Wir sind fünf Berliner Jungs, die Outdoor-Tischtennis in Lichtenberg spielen und diese Liga gebaut haben, weil wir endlich wissen wollten, wer von uns der Beste ist. Aus einer WhatsApp-Gruppe und einer Betonplatte wurde eine richtige Community — mit ELO-Ranking, Matchtracking und jetzt auch diesem Blog. Mach mit!